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Eristrische Dialektik oder die Kunst Recht zu behalten

Eristrische Dialektik oder die Kunst Recht zu behalten” – das ist der Titel eines kleinen Büchleins, das sich Arthur Schopenhauers Nachlass befand. Es erklärt dem Leser, wie er sich in einer Diskussion gegen seinen Widersacher durchsetzen kann. Hier haben Johannes und ich jeden Kunstgriff besprochen und mit etwas Hintergrundwissen gefüllt, für alle die immer mal gerne Recht behalten ohne wirklich Recht haben zu müssen.

In seinem Büchlein geht es Schopenhauer nicht darum „Recht zu haben“ sondern viel mehr darum die Diskussion zu gewinnen. Er meint hierzu in der Einleitung, dass es ihm nicht darum geht zu lehren wie man die „Warheit“ findet, dies muss durch klare logische Betrachtung geschehen, sondern vielmehr geht es ihm um die reine Dialektik, also das Handwerkszeug der Diskussion, denn

“ […] so wenig wie der Fechtmeister berücksichtigt, wer bei dem Streit, der das Duell herbeiführte, eigentlich Recht hat: treffen und parieren, darauf kommt es an […]“

also geht ihm es darum die dialektischen Hiebe und Paraden zu lernen, egal ob man die Wahrheit findet oder nicht.

Eben hier muss man einwerfen, dass Schopenhauer dieses kleine Büchlein wohl mit einem Augenzwinkern schrieb um seinen Zeitgenossen vor Augen zu halten, dass es ihnen eben nicht immer um die Wahrheitsfindung ging, sondern vielmehr darum recht zu behalten. Mit dieser Ausführung wollte er nun alle in die Lage versetzen einen Disput zu gewinnen, unabhängig von der Frage der Wahrheit.

Warum dieses Büchlein erst post mortem veröffentlicht wurde bleibt dahingegen unklar.

Fazit:

Nach der Lektüre dieses kleine Büchleins wird einem schnell klar, dass man viele Kunstgriffe schon kennt und ganz natürlich anwendet. Ein Vorteil ergibt sich hierbei in der wissentlichen Anwendung dieser Kunstgriffe, dies eröffnet eine ganz neue Welt der Diskussion.

Mein Lieblingskunstgriff ist übrigens Kunstgriff 8: Den Gegner zum Zorn reizen.

Links und Quellen:

analogbuchdialektikknowledgelernenschopenhauertheorie

Benjamin Weinheimer • 17. Juni 2013


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